Unvoreingenommenheit ist neben einem höchst geschulten Geruchs- und Geschmackssinn die wichtigste Grundvoraussetzung für eine Weindegustation, die repräsentative Ergebnisse hervorbringen soll. Doch gerade für den professionellen Verkoster ist es schwierig, ohne Erwartungshaltung an einen Wein heranzugehen: Sein umfangreiches Wissen steht der Objektivität im Weg. Deshalb werden Blindverkostungen abgehalten, in denen die Flaschen verhüllt und so kodiert werden, dass niemand – auch nicht der Ausschenkende – weiß, welcher Wein sich später im Glas befindet.
Dem geschulten Auge reicht aber oftmals schon der Anblick des unbekannten Weins: Seine Farbe, aber auch seine Viskosität, mögliche Lufteinschlüsse und gegebenenfalls enthaltene Sedimente beeinflussen den professionellen Verkoster bereits in seinem Urteil. Deshalb hat Schott Zwiesel das gemeinsam mit der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) entwickelte DIN-Weinprüfglas, das ansonsten für amtliche Prüfzwecke eingesetzt wird, in einer schwarz durchgefärbten Variante herausgebracht. Das Tiefschwarz des Glases schluckt jedes Licht, so dass weder Farbe noch andere Eigenschaften des Weins sichtbar sind. „Sensus black“ macht es so möglich, Wein wirklich objektiv zu verkosten – Überraschungen nicht ausgeschlossen.
Als sinnvolle Ergänzung für jede Degustation gibt es dazu das passende Ausschüttgefäß aus ebenfalls schwarz durchgefärbtem Glas. Seine schön geschwungene Form erhält es durch den großen, sich trichterartig verjüngenden Einfüllbereich. Der schützt zudem vor nicht erwünschten Einblicken. So wird selbst aus diesem Synonym professioneller Notwendigkeit bei der Verkostung ein ästhetisches Highlight.